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Köchl kocht & verreist

Tirol grüßt Ostsee…

Vor einiger Zeit wurden wir, also Fr. Köchl und ich, angeschrieben, ob wir nicht Lust hätten mit Produkten kleiner regionaler Anbieter aus dem Ostseebereich etwas zu kochen, bzw uns damit ein Rezept auszudenken.

Eigentlich machen wir so Werbekram ja nicht, aber wir fanden, daß es eine schöne Aktion ist. Warum nicht. Ausserdem mag ich Nord- und Ostsee ja sehr. Gesagt getan – schon kam von Ostsee24.de ein Paket mit guten Sachen.

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Es war eine wilde Mischung. Senf und Honig, Marzipan, dunkles Bier, Kaffee…

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Wir haben eine Weile überlegt, was man da machen kann… wahrscheinlich könnte man daraus ein kleines Kochbuch zusammenstellen. Na ja, nach einigem Hin und Her haben wir zwei Rezepte probiert. Quasi Hauptgang und Desert.

Bis auf den wunderbaren Senf und den tollen Sanddornaufstrich haben wir sogar alles verwendet, diese beiden Sachen habe ich einfach so verputzt. Sie waren sehr gut, da werde ich wohl noch mal nachbestellen 🙂

So, hier nun unser Beitrag für Aktion Ostseekost

Rezept 1

Pata Negra Filet an Biersauce

also Schweinefilet im Leinsamenmantel an Honig-Biersoße mit Tagliatelle. Ich habe beim Fachhändler meines Vertrauens zufällig ein wunderbares spanisches Filet gesehen und gekauft, man kann natürlich auch jedes andere einheimische Filet verwenden. Das ist ja klar. Machen wir ja normalerweise auch.

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und Rezept 2

Apfel-Marzipan-Vanille-Törtchen

ein kleiner Kuchen-Traum nicht nur für die Weihnachtszeit. Am besten schmecken sie lauwarm zu einer frischen Tasse Kaffee. Einfach mal ausprobieren.

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Für die Rezepte bitte auf die Rezeptnamen klicken.

Wir bedanken uns sehr für diese Aktion und kommen sicher ganz bald einmal an die Ostsee.

Liebe Grüße

Werner

 

Grill Spezial – Gasgrill

Ich habe mir jetzt einen neuen Grill gegönnt – einen Gasgrill. Bis dato war ich ja immer überzeugte 100% „Feuer und Flamme“ für Holzkohlegrillen: die ganze Prozedur hat einfach Spaß gemacht – man sitzt ewig allein im Garten (hinter den hohen Gräsern an der gebauten Grillstation wo man seine Ruhe hat) heizt die Kohlen ein, wartet, trinkt ein, zwei Bier und schaut ins Feuer, herrlich. Es raucht und dampft und … riecht gut. Na ja, zugegeben die Hitzeregulierung war dann später beim Garen ab und zu mal nicht ganz optimal. Aber was soll`s, ein paar Röstaromen gehören zum Grillen ja dazu.

Nun ist alles anders. Die Gäste sind da und haben Hunger – ich schalte das Gas ein – Bumm, Grill ist heiß. Die ersten Steaks und Würstl werden aufgelegt, und ehe Fr. Köchl alle Salate auf dem Tisch hat, ist schon die Hälfte fertig gegrillt. Da hat sie aber geschaut.

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Und die Qualität des fertigen Grillguts? Hammer. Unglaublich gut. Die Steaks einfach nur zart und saftig, die Würstchen auch, einfach toll. Ok, die marinierten Scampi sind genau so lecker wie auf dem Kugelgrill. Aber die Chickenwings? Ein Traum. Hier geht`s zur tollen Grill Marinade für Chickenwings.

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Zuerst wollte ich einen Grill mit zwei Flammen, da ich dachte, daß zwei schon reichen. Nach kurzen Gesprächen mit anderen „Gasgrillern“ war jedoch schnell klar, daß ein Drei-Flammer her musste. Keine Frage. Fr. Köchl kommentierte das natürlich zwangsläufig mit „… jaaa, typisch, es muss wieder der größte Grill sein den sie haben…“ was aber gar nicht stimmt, da es ja auch grössere Grills gab 😉 . Und die Feinabstimmung der Temperatur ist einfach mit drei Flammen großartig. Jedenfalls ist sie mit dem Ergebnis der Grillerei sehr zufrieden. Das ist doch schon mal was.

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Man hat an jeder Seite eine robuste Arbeitsfläche mit Haken, an die man Grillbesteck aufhängen kann. Und die lecker marinierten Scampi abstellen… Grillmarinade für Scampi

Die Flächen sind zwar nicht einzuklappen wie beim Zwei-Flammer, ich finde es aber so viel stabiler. Wirklich gutes Modell. Ich habe gesehen, daß es für den Grill einen elektrischen Drehspieß gibt. Für ganze Hühnchen oder Kaninchen. Mal sehen, was Fr. Köchl sagt… 😉

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Grillsaucen Spezial

Grillen ist ja im Sommer wahrscheinlich nicht nur meine liebste Freizeitbeschäftigung… Dazu sind Fr. Köchl und ich grosse Grillsaucen-Fans. Früher haben wir sie auch alle gekauft, mittlerweile sind wir aber drauf gekommen, daß es unglaublich einfach und unkompliziert ist, sie selber zu machen.

Hier ein paar Rezepte, die Liste wird fortlaufend erweitert, der Sommer fängt ja gerade erst an:

Einfach nur lecker:

BESTE GRILLSAUCE DER WELT

(Bild siehe oben)

200 gr Tomatenketchup
1 guter TL Honig
3 TL Petersilie frisch, gehackt
1 Teelöffelspitze Zitronenpfeffer
2 Zehen Knoblauch
eine Prise Chilipulver
1 TL Currypulver
1 EL Ajvar

Um den Knoblauch etwas bekömmlicher zu machen, wickel ich die 2 Zehen kurz in etwas Alufolie und lasse sie im heißen Backrohr ein paar Minuten weich werden. Wenn man den scharfen Knobi-Geschmack mag – einfach normal verwenden.
Währenddessen Ketchup und Honig gut mit einer Gabel glatt rühren. Wenn man den Honig später dazurührt gibt es … Klumpen. Ajvar und die Gewürze dazu geben. Gut verrühren.
Den Knoblauch aus dem Ofen holen und mit einer Presse oder einem Messerrücken zu einer feinen Paste drücken. Mit unterrühren.

Nun die gehackte Petersilie dazu geben, gut verrühren.
In ein Schraubglas füllen und einige Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank durchziehen lassen.
Schmeckt immer total superklasse.

Zu Huhn oder Grillfleisch, zu Fondue oder auf Burger! Natürlich auch zu Pommes oder Kartoffeln…

 

 

Der Klassiker:

SMOKY BBQ SAUCE

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Zum Grillfleisch oder Fondue – diese rauchige BBQ Sauce ist einfach nur gut. Und wie immer schnell und ohne Probleme selber zu machen:

0,5 l Cola Classic
200 ml Ketchup
30 gr Dijon Senf
1 EL Weinessig
1 EL Balsamico Essig
2 EL Honig
1 EL Worcestersoße
etwas frischen Zitronensaft
Salz / Pfeffer
1 TL Paprikapulver edelsüß
1 TL Tabasco
4 Spritzer Liquid Smoke

0,5 L Cola (classic) in einem kleinen Topf bei voller Hitze einreduzieren lassen, bis es eine sirupartige Konsistenz hat.

Das dauert ca. 20-25 Min. Aufpassen – zum Schluss geht es dann sehr schnell.

Während dessen die anderen Zutaten, ausser dem Liquid Smoke, vermengen. Ich fange immer mit Ketchup und Honig an, dann kommt der Rest dazu. Den Cola-Sirup unterrühren. Vier Spritzer Liquid Smoke (gibt es im Gatro/Grosshandel oder Internet) dazugeben, das dürfte reichen. Ist natürlich Geschmackssache…

Noch mal gut durchmixen und in ein sauberes Glas füllen.

Wunderbare Sache zu rotem Fleisch.

 

 

All Time Favorite:

KNOBLAUCHSAUCE

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Hier ein sehr simples aber gutes Rezept für Knoblauchsauce:

70 gr Mayonnaise 25%
200 gr Sauerrahm
1/2 TL Estragonsenf (selber gemacht besonders gut, Rezept folgt)
4 Zehen Knoblauch
Salz / Pfeffer

Knoblauch gut pressen und mit dem Messer noch einmal zu Mus hacken.

Alle Zutaten gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in ein heiß ausgespültes Glas einfüllen, kalt stellen, schon fertig.

Passt wunderbar zu – allem eigentlich.

 

 

Scharf & feurig:

HOT SPICY CHILI SAUCE

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Eine gute, scharfe Chilisauce ist schwerlich zu finden. Sie sollte fruchtig aber zugleich etwas säuerlich und natürlich aromatisch sein, aber auch fein scharf und würzig… diese Mischung hier finden wir ganz gut gelungen:

1 rote Paprika
2 Tomaten
2 Knoblauchzehen
1 Chili (Thai-Chili, eher lang. Oder 2 kleine)
etwas Tomatenmark
200 gr Ketchup
100 gr Passierte Tomaten
etwas Rotweinessig
Salz / Pfeffer

Die Paprika vierteln, die Tomaten halbieren, die abgezogenen Knoblauchzehen in etwas Alufolie einwickeln.
Alles bei 200°C auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und auf oberster Stufe erhitzen, bis die Schale der Paprika schwarze Blasen wirft. Je dunkler, desto besser lässt sich die Haut später abziehen.
Durch die Erwärmung des Knoblauchs wird etwas „Knobischärfe“ genommen, und es bleibt ein runder, würziger Geschmack in der Sauce.
Wenn es soweit ist, die Paprika ganz kurz in kaltem Wasser abschrecken und sofort die Haut ablösen. Bei den Tomaten geht es dann ohne sie abzuschrecken.
Wenn man eine Zerkleinerungs-Küchenmaschine hat: Gehäutete Paprika und Tomate sowie den Knoblauch und die Chilischote einfach in die Maschine geben und ganz klein häxeln.
Oder Tomate und Paprika mit der Hand fein schneiden in eine Rührschüssel geben, den warmen Knoblauch dazu pressen, Chili fein hacken, alles gut verrühren.
Das Mus aus der Küchenmaschine in eine Schüssel geben und mit 2 cm Tomatenmark, dem Ketchup, den passierten Tomaten und einem Schuß Rotweinessig mit dem Handrührer gut vermengen. Mit etwas Salz und Pfeffer abrunden.
In ein heiß ausgespültes Glas geben und ein paar Stunden durchziehen lassen.
Super zu Grillfleisch, Grillwürstchen, Geflügel oder Kartoffeln.

Über Pasta müsste man diese Sauce einfach einmal probieren…

 

 

Fruchtig-würzig:

MANGOCHUTNEY

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Mangochutney geht einfacher und schneller, als man meint:

1 Mango (270 gr ausgelöstes Fruchtfleisch)
1/2 rote Paprika
1 rote Zwiebel
1 cm Ingwer
1 Teelöffelspitze Chiliflocken
3 El brauner Zucker
4 EL Essig (2 Himbeer / 2 Weißwein)
1 EL Currypulver
einen Schuß Obstsaft ( Ananas, Maracuja oder Apfel, was man hat)
etwas Öl
ggfs schwarzer Sesam
Salz / Pfeffer

Die Mango schälen und das Fleisch in Stücke schneiden. Zwiebeln, Paprika und Ingwer fein schneiden bzw hacken.
Nun die Chiliflocken in etwas neutralem Öl kurz erhitzen (vorsichtig sein, der Chili verbrennt wirklich schnell), Zwiebeln dazugeben und glasig braten. Ingwer & Paprika mit dazu geben, kurz anbraten, Mangostücke dazugeben und alles etwas köcheln lassen.
Essig, Saft, Curry und Zucker in einer Schüssel vermengen und in die Pfanne geben. Nun alles 20 Min auf kleiner Flamme einkochen lassen, ab und zu umrühren. Wen man mag, am Ende etwas schwarzen Sesam darüber geben.
In ein heiß ausgewaschenes Glas füllen und ein paar Stunden ziehen lassen. Man kann es auch gleich essen, durchgezogen schmeckt es noch ein bisschen würziger.
Sehr gut zu Steaks, Geflügel oder Käse…

 

In der nächsten Folge:

Homemade Ketchup

Estragon Senf

Marinade für BBQ Chicken

Marinade für BBQ Scampi

Weinfest Die Mühle / Mutters

Wir gehen ja eigentlich nur noch selten auf Weinfeste und dergleichen. Ich hatte jedoch Tamer Kacar immer wieder versprochen in der „Mühle“ (Gärberbach 2, Gewerbepark Mutters 6020 Innsbruck) in Mutters vorbei zu schauen, habe es aber nie geschafft. Nun war Sonntag dort Weinfest – das war uns einen Besuch wert.

Das Wetter war schon mal grandios. Bei Winzern aus Österreich und Italien gab es Rot-, und Weißweine zum Verkosten, an einem anderen Stand waren Schnaps und tolles Olivenöl zu probieren.

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Dazu servierte Tamer kleine Vorspeisen. Später startete ein nicht enden wollendes pompöses Buffet. Ich denke, hungrig ist an diesem Tag wirklich niemand Heim gegangen. Und verdurstet ist wohl auch keiner.

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Es war alles dabei: Paella, Hummer, Lamm, Hochrippen, Fisch, Salate … ganz wunderbar.

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Die Weine habe ich nicht alle geschafft durchzuprobieren, (Fr. Köchl ist netterweise gefahren… 😉 ) sie waren alle sehr gut. Den Barolo mochte ich ja fast am liebsten.

Es waren die Weingüter: Klein aus dem Burgenland, Pfneisl aus dem Burgenland, Domäne Wachau aus Niederösterreich und aus Italien / Siena Tenuta di Collosorbo mit jeweils einer feinen Auswahl ihrer Weine vertreten.

Für Branntweine die Firma Psenner und das tolle griechische Olivenöl war von 1000 Horia aus Innsbruck. Es gab viel Musik und später Desert – ein gelungener Tag. Danke Tamer!

Bremen

Auf dem Weg nach Hause machen wir eine Nacht Station in Bremen. Fr. Köchl ist ja von dort und wir waren bisher immer nur in Hamburg. Die Zeit ist leider sehr kurz, aber ich muss sagen, Bremen gefällt mir sehr gut. Es gibt so viel Grün mitten in der Stadt, und die Altstadt ist sehenswert und interessant. Das Wetter spielt auch mit – es ist ein sonniger, lauer Frühlingsabend.

Nachdem ich mir die Stadtmusikanten, den Markplatz und die Böttcherstraße angesehen habe, essen wir im alten „Schnoor“ Viertel. Das hat so enge Gassen, daß man kaum durch kommt. Putzig. Wir sitzen im sehr gut besuchten „Kleinen Olymp“, Hinter der Holzpforte 20, 28195 Bremen.

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Zum Glück hat Fr. Köchl reserviert. Zunächst muss man selbstverständlich ein „Schnoorbräu“ probieren, denn das gibt es nur dort im Restaurant. Das ist schon mal empfehlenswert.

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Danach bestelle ich Labskaus – ist ja Tradition im Norden und schmeckt mir zudem sehr gut. Ich habe es sogar einmal zu Hause in Tirol nachgekocht, aber außer Fr. Köchl hat es niemand wirklich zu schätzen gewußt 😉

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Fr. Köchl hat die ganze Zeit von einem Krabbenteller geschwärmt, den sie un-be-dingt bestellen wollte, und nun gibt es doch die Fischplatte. Sprich wieder Lachs mit Kartoffeln. Da verstehe einer die Frauen… aber sie ist sehr zufrieden.

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Zu trinken gab es einen:

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Zusammenfassend gesagt: Essen & Wein sind gut und dafür günstig. Wir sind von Tirol andere Preise gewohnt, das ist wohl einfach so. Der Service war sehr freundlich, und die Atmosphäre sehr sympathisch dort.

Nachtisch packen wir leider nicht mehr, dafür gibt es einen Digestif im „Viertel“. Wir schlendern über die Wall-Anlagen, am Theater vorbei und erreichen das „Szeneviertel “ der Stadt. Sieht eigentlich ganz harmlos aus, aber Fr. Köchl meint, da geht immer die Post ab. Naja. Heute irgendwie nicht, wir genehmigen uns in Ruhe einen Grappa bzw Aquavit und kehren müde ins Hotel zurück.

 

Hej da!

Zum Start dieses Blogs gibt es einen kleinen kulinarischen Reisebericht.
Wir sind in Schweden. Südschweden um genau zu sein, Ystad. Hat Fr. Köchl ausgesucht.
Völlig idyllisch fährt man (wir sind mit dem Auto da) über riesige Brücken, durch sehr hübsche Apothekerkalenderbild-Landschaften und fühlt sich, als bewegt man sich in einem riesigen Ikea-Katalog.

Die Menschen sind so unglaublich freundlich und hilfsbereit, grüßen „hej“ hier „hej“ da, übersetzen brav und geduldig jedes Detail der Speisekarten (gibt es überall nur in Schwedisch) und haben alle immer tiefenentspannte gute Laune.

Man mag eigentlich gar nicht glauben, daß sich all die schwedischen Krimiautoren in dieser friedlichen Umgebung zu so vielen brutalen Geschichten haben inspirieren lassen.

Da dies ein Blog über Essen und Kochen sein soll, kommen wir nun zum interessantesten Aspekt unserer Reise. (Man muß aber der Fairness halber erwähnen, daß es erst Mitte Mai ist, somit Vorsaison und noch keine Reisebusse und Schwärme von Familien mit Kindern und Hund durch die Gegend kurven. )

Die Auswahl der Restaurants in und um Ystad ist relativ… sagen wir mal – überschaubar. Wenn man auch noch das Pech hat, in einer Woche mit Feiertag vor dem Wochenende anzureisen und mittags etwas essen möchte, erweist sich die kulinarische Lage als leicht heikel. Es hat einfach alles irgendwie tagelang geschlossen.

Mit etwas Geduld und tiefenentspannter gute Laune ist es uns aber gelungen ein geöffnetes Lokal am Tag zu finden, wo es mittags etwas zu essen gab. Hier die Highlights:

Havsnära Fiskrökeri AB, Segelgatan 17, 271 39 Ystad

Ein kleiner Laden am Hafen (Hamn) der täglich frisch räuchert und auch kocht. Einfach gut!

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Das Wetter ist traumhaft schön sonnig, wir sitzen draussen auf der Terasse und bestellen quer durch ein paar Sachen. Auch aus der warmen Küche. Fr. Köchl mampft einen Silla Burgare (Burger mit gebratenem Hering), ich nehme Lax (ja, das ist einfach: Lachs) und später ein Krabben (Räka) brot. Eigentlich ist es ein Mayonnaisebrot mit Garnelen, aber naja, schmeckt alles super.

RAU4_wÖl (also Bier) trinken ist hier auch spannend, da man viele verschiedene Sorten (Leichtbier, mittelstarkes und starkes Export) serviert bekommt. Man muss ja alles mal probieren.

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Wir nehmen später in der Woche noch einige geräucherte Garnelen und etwas Fisch mit ins Haus. Die Garnelen habe ich so überhaupt noch nicht gegessen – sie sind wirklich sehr, sehr gut. Der Lachs und der Hering (hier nicht im Bild) schmecken auch wunderbar elegant rauchig. Nicht so streng wie man es machmal bekommt. Wir sind begeistert.

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Der Rest der kulinarischen Woche lässt sich kurz zusammenfassen: Fr. Köchel hat jeden Tag den „Fisk of the Day“ das ist  jeden Tag eine Variation von Lachs mit Kartoffeln und Soße. Ich hab immer das „Fleischgericht“ also Köttbullar (Fleischbällchen) mit Kartoffeln und Soße. Leider sind gebundene Soßen nie so mein Fall… die Bällchen waren aber immer gut.

Um auch etwas vom Land zu sehen fahren wir nach Malmö.

War für eine tolle Stadt. Wieder strahlt die warme Frühlingssonne. Wir sitzen auf einem der vielen hübschen, vollen Plätze, überall freuen sich die Leute über das schöne Wetter. Im Gegensatz zu Ystad fällt die Auswahl des „Mittagslokals“ diesmal eher schwer. In einer Nebenstrasse sehen wir das

Johan P, Hjulhamnsgatan 5, 211 34 Malmö

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Es ist in einem schönen, alten Gebäude zu finden, mit hohen Stuck-Decken und leicht französischem Ambiente.

Die Mittagskarte hängt an einer großen Tafel von der Decke und wird uns gleich von einem jungen Kellner auf deutsch übersetzt. Super Service, ganz ehrlich. Fr. Köchl nimmt den Heilbutt, verweigert aber die Kartoffelbeilage. Ich bestelle die Fischsuppe. Man muß ja sehen, wo man mit seinen Künsten im internationalen Vergleich so steht… 😉

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Kurz gesagt: Essen toll, Wein toll, Ambiente & Service toll. Der Preis für den Mittagstisch ist bei dieser Qualität und den Portionsgrößen auch völlig in Ordnung. Abends sieht es da wohl etwas höherpreisiger aus. Empfehlung: einfach dort Mittagessen.

Um noch die Frage zu beantworten, warum wir nie Abendessen waren? Seltsam, ist so auch noch nie vorgekommen. Wir haben ein kleines gemütliches Haus am Strand gemietet, 5 km vor Ystad. Irgendwie mag man abends nicht mehr in die Stadt fahren, wenn man erst mal Dahoam ist.

Wir kommen sicher wieder.