Kalbsleber in Zwiebelsauce

  • 40 Minuten
  • 8 Zutaten

Zutaten

  • 400 gr Kalbsleber
  • 3 grosse rote Zwiebeln
  • etwas Butter für die Pfanne
  • etwas Öl für die Pfanne
  • etwas Mehl um die Stücke zu bemehlen
  • Salz / Pfeffer
  • 1 Glas Weisswein (200ml)
  • etwas Majoran (getrocknet oder frisch aus dem Kräutergarten)

Um das Fernweh wieder einmal etwas zu schüren – woran denken wir bei Lebergerichten? An „fegato alla veneziana“ und Venedig. Eine Stadt voller bunter Touristen, die mit Schirmen und Gummistiefeln die schmalen Gassen überfüllen. Eine Stadt mit immer wieder atemberaubend schöner Kulisse und umwerfend guten Stockfischbroten. Und eine Stadt mit Biennale, die wir im Herbst immer gerne besuchen…

 

VENw

 

Nun aber zum Kochen:

Ich kaufe Kalbsleber wenn es geht am Stück. Kann man gut portionieren und einfrieren. Für dieses Rezept nehmen wir die Leber und legen sie vor der Verarbeitung ein paar Stunden in eine Schale mit Milch ein. Das kann man machen, muss man aber nicht. Angeblich wird sie zarter, ob es stimmt kann ich nicht sagen, ich mache es einfach.

Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Etwas Mehl auf einen grossen Teller geben. Die Leber aus der Milch nehmen, mit Küchenpapier abtupfen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben leicht durch das Mehl ziehen, dass eine dünne Schicht auf den Scheiben bleibt. In eine grosse Pfanne Olivenöl zum Anbraten geben. Und ein kleines Stück Butter für den Geschmack. Man sollte dabei aufpassen, daß Fr Köchl nicht in der Nähe ist, wenn man das macht (… soviel Butter, bist Du waaahnsinnig?).

Den Backofen auf 60°C vorheizen.

Die Pfanne erhitzen, und wenn es anfängt zu brutzeln und die Butter geschmolzen ist, die Scheiben vorsichtig in die Pfanne geben.

Von jeder Seite ganz kurz anbraten, nicht länger als 1,5 Min pro Seite, das ist wichtig so bleibt alles zart. Die Scheiben mit einer Gabel wieder aus der Pfanne nehmen und auf einen grossen Teller geben. Im Ofen zwischenlagern.

Nun die Zwiebelscheiben in die Pfanne geben und anbraten. Evtl. noch etwas Öl dazugeben, wenn zu wenig da ist. Wenn die Zwiebeln schon etwas eingebraten sind, mit dem Weißwein ablöschen. Kann man nach und nach dazugeben. Ich nehme Weißwein, damit die Sauce eine nicht zu dunkle Farbe bekommt. Und der Wein mehr Säure hat als Rotwein. Hier noch ein kleiner Trick einer italienischen Hausfrau: etwas Gemüsebrühe dazugeben. Sie hat einfach das Pulver untergerührt, man kann auch vorher etwas Brühe kochen und untermischen. Weiter einbraten lassen. Zum Schluss noch einen kleinen Schuß Balsamico Essig darüber geben, salzen (erst zum Schluss, sonst wird die Leber hart, pfeffern und mit Majoran abschmecken.

Nun die Leber aus dem Ofen nehmen und vorsichtig unter die Zwiebelsauce unterheben. Oder getrennt auf den Tellern anrichten, falls Gäste da sind. Sieht ja besser aus.

Wir essen dazu gerne Kartoffelpüree (siehe Rezept) oder Reis. Nudeln oder Polenta schmeckt dazu auch sehr gut – ebenso wie ein Glas Rotwein.

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